Photoszene-Festival vom 3. bis 12. Mai 2019

Auch nach Absage der Photokina halten die beiden Organisationen an ihren Planungen fest, an diesen zehn Tagen Köln zu einem lohnenden Ziel für alle Photo-Interessierten zu machen. Das Photoszene-Festival wird am 3. Mai um 19 Uhr mit der Ausstellung „Fiona Tan. GAAF“ im Museum Ludwig als Auftaktveranstaltung des Artist Meets Archive Projektes zusammen mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Photoszene-Festivals eröffnet. 

Die DGPh veranstaltet zusammen mit der Kunsthochschule für Medien Köln und der Internationalen Photoszene Köln am Freitag, den 3. und Samstag, den 4. Mai ein Symposium mit dem Titel „Photographic Materials: Archives and Tools“. Das Symposium behandelt an zwei Tagen Fragen nach der Materialität der Photographie. Vorgestellt werden Verfahrensweisen einer (post)photographischen Beschäftigung mit dem Medium, wie Virtual Reality,  3D- Photographie oder Augmented Reality. Es werden strukturelle und institutionelle Bedingungen der Überführung photographischer Archive in eine digitale Zukunft diskutiert sowie kuratorische und künstlerische Strategien ihrer Aktivierung beleuchtet. 

 „Photographer’s Night“ feiert 2019 die Kunst der Dokumentarphotographie. Zu Gast sind Michael Wolf, Ute und Werner Mahler. Die „Photographer's Night – Gala der Photographie“ am 10. Mai zählt zu den Höhepunkten des Festivals. Die 8. Gala mit dem Titel „Die Kunst der Dokumentarphotographie“ ist die Gelegenheit für Photofreunde, auf renommierte nationale und internationale Photographinnen und Photographen zu treffen. Zu Gast sind der Photograph Michael Wolf aus Hong Kong und das Photographenpaar Ute und Werner Mahler aus Berlin. Sie sprechen an diesem Abend über ihre Arbeitsweise und zeigen aktuelle und ausgewählte Projekte.

Am Freitag, den 10. und Samstag den 11. Mai zeigt die DGPh zum zweiten Mal das Projekt „Streaming Pictures, Hochschulen stellen sich vor“. Im Rahmen einer Videoinstallation mit acht Beamern, werden im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) studentische Arbeiten ausgewählter Hochschulen projiziert.

Damit bietet die DGPh den Hochschulen im Rahmen der Internationalen Photoszene 2019 wieder ein Forum, einer breiten Öffentlichkeit repräsentative Photos ihrer Studierenden vorzustellen. In einer dichten Auswahl bekommen photobegeisterte Besucherinnen und Besucher so erste Eindrücke über Bildsprachen, Schwerpunkte und Positionen der ausgewählten Photoschulen. Die Photos werden in einem Loop während der gesamten Öffnungszeit des Museums präsentiert - für alle Interessierten frei zugänglich. 

 Ebenfalls am 10. und 11. Mai präsentieren Photographie-Studierende der Fotobus Society und der international renommierte Photojournalist, Autor und Dozent Christoph Bangert in Zusammenarbeit mit der DGPh vor dem MAKK ihre Arbeiten zum Thema Identität und Gesellschaft. Die von Bangert initiierte Fotobus Society ist ein gemeinnütziger Verein, der seinen studentischen Mitgliedern die kostenlose Teilnahme an Exkursionen, Forschungsreisen, Workshops und Ausstellungen ermöglicht. Neben der Förderung junger photographischer Talente ist es das Ziel der Fotobus Society, einen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung, Friedensarbeit, politischen Bildung sowie dem internationalen kulturellen und akademischen Austausch zu leisten.

Die DGPh rundet ihre Aktivitäten am 11. Mai mit der Verleihung ihres Dr.-ErichSalomon-Preises an die US-amerikanische Bildjournalistin Stephanie Sinclair ab. Sinclair visualisiert bewegend das weltweite Leid von Mädchen und jungen Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Die DGPh ehrt damit die Arbeiten einer Photojournalistin, die in der Tradition der humanistischen Photographie seit langem eine herausragende Position besitzen. Der seit 1971 alljährlich für „vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik“ vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, den großen Photographen der Weimarer Republik, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt und ist mit einer von der Leica Camera AG gestifteten, hochwertigen Kamera verbunden. 

Diesjähriges Kernprogramm des Photoszene-Festival werden die sechs Ausstellungen der Artist Meets Archive Künstlerinnen und Künstler Erik Kessels, Ola Kolehmainen, Ronit Porat, Fiona Tan, Roselyne Titaud und Antje Van Wichelen im Museum Ludwig, im MAKK, im Kölnischen Stadtmuseum, in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, im Rautenstrauch-JoestMuseum und dem Rheinischen Bildarchiv zu Gast bei Kaune Contemporary sein. Über 65 weitere Ausstellungen zur Photographie werden parallel von der einzigartigen Kunstszene Kölns gezeigt - von weiteren Institutionen wie dem Käthe Kollwitz Museum Köln, dem Forum für Fotografie, der Japan Foundation über eine große Anzahl renommierter Galerien bis hin zu Kunsträumen und Ateliers 

Sinclair_NigeriaGirls_GermanPhotoSoc_LR

Veröffentlicht am 12.04.2019 um 15:29