dju in ver.di verurteilt Angriff auf mehrere deutsche Medienhäuser durch Identitäre Bewegung

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union verurteilt die Angriffe auf mehrere deutsche Medienhäuser, darunter die taz und die Frankfurter Rundschau, durch Gruppen der Identitären Bewegung (IB) am heutigen Morgen (14.01.2019): „Dieser konzertierte Angriff zeigt, wie bedrohlich die Situation für die Kolleginnen und Kollegen mittlerweile ist. Für die Pressefreiheit gilt mindestens Alarmstufe Gelb: Da gibt es dringenden Handlungsbedarf aller beteiligter Kräfte“, forderte dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Berger. Sie zeigte sich entsetzt darüber, dass eine Journalistin der taz vor dem Berliner Verlagsgebäude körperlich angegangen wurde, während sie versuchte, mehrere Männer und eine Frau der IB daran zu hindern, Plakate am Haus anzubringen. „Sowas darf nicht passieren oder akzeptiert werden: Die Verantwortlichen dafür müssen umgehend ermittelt und ihr Vorgehen geahndet werden. Und Verlage, Rundfunkanstalten sowie Einsatzkräfte müssen prüfen, wie journalistische Arbeit besser geschützt werden kann. Dafür bringen wir als Gewerkschaft auch weiterhin unsere Expertise ein“, kündigte Berger an.

Cornelia Berger
Leiterin Bereich Publizistik und Medien
Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di
ver.di-Bundesverwaltung - Ressort 3
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Telefon: 030-6956 2320; mobil: 0160-152 88 27

Veröffentlicht am 18.01.2019 um 17:24