Datenschutzbehörden lassen bei DSGVO noch Milde walten

Rund acht Monate sind vergangen, seitdem die Datenschutz­grundverordnung eingeführt wurde. Bislang haben deutsche Behörden 41 Bußgelder verhängt, 33 davon in NRW, berichtet das "Handelsblatt". Neben NRW seien bisher nur Hamburg, Baden-Württemberg, Berlin und das Saarland aktiv geworden. Die höchste Einzelstrafe habe Baden-Württemberg mit 80.000 Euro eingefordert, NRW habe insgesamt nur 15.000 Euro kassiert. Bayerns Datenschutzbeauftragter Thomas Petri erklärt dazu, dass man sich noch zurückhält damit öffentliche Unternehmen wie Kliniken oder Verkehrsbetriebe "möglichst zeitnah ihr Datenschutzmanagement" anpassen können.

Hoher Nachholbedarf beim Datenschutz bestehe derweil bei vielen Apps, sagt eine Studie im Auftrag des Bundesjustizministeriums. Von 50 getesten, weit verbreiteten Android-Apps, erreichen nur 20 beim Datenschutz die Bewertung "Befriedigend", fünf dagegen "Mangelhaft", darunter die Apps von Airbnb und Tinder.

Veröffentlicht am 18.01.2019 um 17:13