Satz und Sieg für BILD

Tennis-Star Boris Becker kämpft zur Zeit an allen Fronten. Nicht nur mit seinen Gläubigern liegt er im Clinch, sondern auch mit BILD ging der Streit bis vors Bundesverfassungsgericht. Dort wurde der Fall endgültig gegen Becker zugunsten BILD entschieden.

Zum Fall: Boris Becker schuldet seinem Ex-Geschäftspartner Dr. Hans-Dieter Cleven (75) laut Feststellung des Kantonsgerichts Zug (Schweiz) vom 26. Juli 2017 mehr als 41 Millionen Schweizer Franken. Becker ließ deshalb das Haus in dem seine Mutter Elvira wohnt, in seiner Heimatstadt Leimen, 2008 auf eine Sicherheitenliste eintragen. Darüber hatte Bild berichtet.
Becker erwirkte daraufhin eine Gegendarstellung und stellte fest: „Ich habe das Haus meiner Mutter nicht verpfändet.“ BILD wurde verpflichtet, diesen Satz am 2. Dezember 2017 zu veröffentlichen – unabhängig vom Wahrheitsgehalt.

Jetzt wurde festgestellt, dass dies zu Unrecht angeordnet wurde. Der Abdruck der Gegendarstellung verletze das „Grundrecht auf Pressefreiheit“, hieß es in der Begründung der 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts.

Dies bedeutet im Klartext, dass die von Becker erwirkte Gegendarstellung verfassungswidrig war, denn die von Becker unterschriebene Liste zugunsten von Dr. Hans-Dieter Cleven (75) liegt BILD vor. Es war daher rechtens, dass BILD am 19. Juli 2017 über den Fall mit der Schlagzeile: „Boris verpfändete auch das Haus seiner Mutter“, berichtete.

Veröffentlicht am 20.12.2018 um 11:15