Urheberrechtsreform gestoppt

(Red. Die Abgeordneten des Europaparlaments haben am gestrigen Donnerstag mit einer knappen Mehrheit gegen die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts gestimmt. Die Pläne werden daher in ihrer vorliegenden Form nicht in die nächste Runde gehen, und mit den Mitgliedsstaaten verhandelt. Das Parlament wird stattdessen den Entwurf im September wohl noch einmal überarbeiten. Umstritten war in der derzeitigen Fassung eine Regelung, die Plattformen wie YouTube dazu verpflichten würde, Inhalte bereits während des Hochladens auf Urheberrechtsverletzung zu prüfen. Dies hätte den Einsatz von sogenannten Upload-Filtern nötig gemacht. Es sollte außerdem das Leistungsschutzrecht in der EU eingeführt werden, das Diensten wie Google etwa daran hindern könnte, Überschriften und Ausschnitte von Pressetexten anzuzeigen. Am Meisten freuen sich Netzaktivisten über die Ablehnung des Reformentwurfs, Presseverlage sowie Vertreter der Musik- und die Filmindustrie zeigen sich enttäuscht von dem Ergebnis.

Veröffentlicht am 05.07.2018 um 21:47