n – ost REPORTAGEPREIS 2018

(Red.) Am Donnerstag, 21. Juni 2018, um 19 Uhr wird im ehemaligen Stummfilmtheater Delphi, in der Gustav-Adolf-Straße 2, 13086 Berlin, der n – ost REPORTAGEPREIS 2018 verliehen.
Im Mittelpunkt dieses multimedialen Osteuropa-Abends stehen die insgesamt neun nominierten Reportagen und ihre Autoren – die Finalisten aus einer Rekordzahl von 162 Einsendungen:

Die Schauspielerin
Dorothee Krüger liest Auszüge aus den drei nominierten Textreportagen: über die dunkle Seite der Ehre im Norden Albaniens (Michael OBERT), die mühsamen Erfolge eines Rollstuhlfahrers in St. Petersburg (Benjamin BIDDER) und ein kleines Volk mit unzählbar vielen Göttern (Jens MÜHLING).

Sie hören Ausschnitte aus drei Radioreportagen: vom Alltag der Menschen beidseits der Frontlinie in der Ostukraine (Christiane SEILER), von den Folgen einer rückwärtsgewandten Kultur- und Geschichtspolitik in Gdansk (David Zane MAIROWITZ & Malgorzata ZERWE) und dem Selbstversuch, als Oligarch in Armenien zu Macht und Reichtum zu kommen (Michael STAUFFER).

Und die nominierten Fotografinnen und Fotografen präsentieren ihre Fotoreportagen: Sie erzählen von der Isolation in sibirischen Frauengefängnissen (Elena ANOSOVA), einer Jugend in Trümmern im Donbass (Florian BACHMEIER) und von dem Klinikzug „Heiliger Lukas“, der in Krasnojarsk abgelegene Orte medizinisch versorgt (Emile DUCKE).

Die Laudationes auf die Preisträger halten Barbara Oertel (Leiterin des Auslandsressorts der Taz), Oxana Evdokimova (Autorin und Reporterin der Deutschen Welle) und Michael Pfister (Leiter der Bildredaktion bei Zeit Online).

Im Rahmen des Abends wird außerdem der Recherchepreis Osteuropa von den Hilfswerken Diakonisches Werk Württemberg und Renovabis vergeben.

Mit dem n-ost-Reportagepreis prämiert das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung 2018 zum zwölften Mal herausragende Reportagen aus Osteuropa, die im Vorjahr in deutschsprachigen Medien erschienen sind. Der Preis wird in den drei Kategorien Text, Radio und Foto je ein Mal vergeben und ist mit jeweils 2.000 Euro für die Gewinner und 300 Euro für die Nominierten dotiert.

Der Preis zeichnet vor Ort recherchierte journalistische Arbeiten aus, die den Leser/Hörer/Betrachter unmittelbar an den Beobachtungen oder Erlebnissen des Autors teilnehmen lassen. Die Reportage darf auch subjektive Elemente enthalten. Sie bietet neue Perspektiven auf Osteuropa, meidet Klischees und ist (bild)sprachlich herausragend erzählt.

Veröffentlicht am 08.06.2018 um 11:29