Camera Austria

(Red.) Die Ausstellung „Camera Austria“ präsentiert sich erneut ab 10.3. – 29.04. 2018 in Graz,Austria, Lendkai 1.

Die in dieser Ausstellung erstmals gezeigten Arbeiten gehen auf die Jahre 1996 bis 2000 zurück, in denen sich Tamara Horáková und Ewald Maurer intensiv mit den Eigenschaften des titelgebenden Polaroid-Röntgen-Sofortbildfilms beschäftigten, der aus einem medizinischen Anwendungsbereich stammt oder auch aus einem sicherheitstechnischen Bereich. Es handelt sich hierbei um eine Aufnahmetechnik, die durch die Dinge hindurchsieht, die in diesem Sinn eine gewisse Wahrheit der Dinge zu repräsentieren vorgibt.

Damit eröffnen Horáková + Maurer ein »Spiel« zwischen Verfahren, Darstellung, Wahrnehmung und Lesbarkeit, das die fotografischen Bilder an einer Grenze ihrer Repräsentationsmöglichkeiten ansiedelt. Die Beziehungen zwischen Fotografie und Darstellbarkeit werden an dieser Grenze instabil und einer experimentellen Befragung unterzogen. Horáková + Maurer verschränken den Produktions- und den Reproduktionsvorgang derart ineinander, dass die fotografischen Bilder quasi an deren Schnittstelle entstehen, als eine Überlagerung, eine Interferenz, manchmal auch eine Störung. Die Praxis der KünstlerInnen ist in diesem Sinn zugleich theoretisch und so konkret wie möglich, zugleich wirklich und autonom – sie nehmen dadurch seit vielen Jahren eine außergewöhnlich eigenständige Position ein, das Fotografische zugleich zu denken und es zu zeigen. 


Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation in der Edition Camera Austria, die wir zur Eröffnung 
präsentiert wird.

Horáková + Maurer, TPX-Index 69/iMac G3 Bondi Blue/1999-04-02T21:01-01:20, 1999.

Veröffentlicht am 08.03.2018 um 22:24